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Der Jotunheimen-Nationalpark, auch als „Heimat der Riesen” bekannt, ist ein atemberaubendes Gebiet mit Gletschergipfeln, dem höchsten Berg Skandinaviens, kobaltblauen Seen und tiefen, zerklüfteten Tälern. Der 1980 gegründete Jotunheimen-Nationalpark erstreckt sich über mehr als 1.000 Quadratkilometer in den Provinzen Sogn og Fjordane und Oppland.
Der Park, der älteste von drei Parks in dieser zerklüfteten Region Norwegens, beherbergt die beiden höchsten Gipfel Nordeuropas – Galdhopiggen und Glittertin – sowie eine Reihe weiterer Berge. Der Berg Galdhøpiggen (2.469 Meter über dem Meeresspiegel) ist für viele Besucher der Region ein absolutes Muss, und das aus gutem Grund. Obwohl er der höchste Berg Norwegens ist, ist er bei weitem nicht so schwer zu besteigen, wie man vielleicht denken würde.
Neben seiner spektakulären Naturlandschaft beherbergt der Park auch eine vielfältige Tierwelt. Zu den Arten, die hier zu Hause sind, gehören Rentiere, Elche, Nerze und Vielfraße.
Aufgrund des Klimawandels wurden auf den mit gespenstisch blauen Gletschern bedeckten Berggipfeln zahlreiche Gegenstände gefunden, die vor über tausend Jahren von Wikingerjägern und Reisenden zurückgelassen wurden.
Unglaubliche Aussichten, anspruchsvolle Wanderungen, kostenloses Wildcampen: Der Jotunheimen-Nationalpark ist einer der besten Orte, um zu erleben, was Norwegen zu bieten hat.
Die Fahrt durch den Park von Jotunheimens Torstadt Lom aus ist mehr als spektakulär, hinter jeder Kurve erwartet dich eine malerische Alpenlandschaft, aber Langlaufen (in den kälteren Monaten) und Wandern (in den wärmeren Monaten) sind die beste Möglichkeit, die Weite dieser riesigen Landschaft zu erleben.
Skifahren in Jotunheimen
Die Wandersaison ist wegen des Schneefalls kurz, was Skifahren zu einer der beliebtesten Aktivitäten im Park macht. Der späte Winter und der Frühling sind die besten Zeiten, weil es dann wieder länger hell ist und die Straßen besser befahrbar sind.
Wandern in Jotunheimen
Mehr als 50 markierte Wanderwege durchziehen den Park und viele weitere gibt es in der Umgebung. Die Hauptsaison für Wanderungen in Jotunheimen ist von Anfang Juli bis Mitte August. Die Nebensaison im Juni und September kann auch gut sein, hängt aber mehr von den Wetterbedingungen ab.
Erfahrene Guides führen täglich Wanderungen zum Gipfel des Galdhøpiggen durch, die eine 45-minütige, seilunterstützte Überquerung eines Gletschers beinhalten. Ausgangspunkt ist die Berghütte Juvasshytta, die von der Route 55 aus ausgeschildert ist.
Die ganze Sicherheitsausrüstung für die Tageswanderung wird gestellt. Du brauchst aber deine eigenen Wanderschuhe, warme Kleidung, Sonnenbrille, Sonnencreme und Wasser.
Eine alternative Route ohne Gletscherwanderung startet von der Berghütte Spiterstulen, die auch von der Route 55 in der Nähe von Lom aus ausgeschildert ist. Mit vier Stunden ist diese Wanderung nicht der kürzeste Weg zum Gipfel, aber da sie gletscherfrei ist, kann man sie auch alleine machen.
Im südöstlichen Teil des Parks findest du eine der berühmtesten Wanderrouten Norwegens. Der schmale Besseggen-Grat verläuft zwischen den Seen Gjende und Bessvatnet. Der eine See ist smaragdgrün, der andere blau. Die anspruchsvolle 13 km lange Wanderung hat einen Höhenunterschied von insgesamt 1.100 Metern und ist ein Ganztagesausflug. Aber das Erlebnis, das du dafür bekommst, ist einzigartig!